Journey to Mecca

Journey to Mecca

2015, Rauminstallation

Die Rauminstallation, kann je nach Ausstellungsraum in der Blackbox oder im White Cube präsentiert werden: Leuchtkasten schwarz oder weiss, 52.5 x 70 x 10 cm (H x B x T), MDF Holz, Lambda Print, Plexiglas vor FL-Tageslicht-Flächenleuchte; 2 Fineart Prints seidenmatt 57 x 411 cm (H x B) sowie 109 x 335 cm (H x B)
Aufnahme Ort/Location: Ouarzazate CLA-Filmstudios, Maroc
Auflage: 3 + 1 AP

‹Journey-to-Mecca› in ‹The worlds they wanted› HEK Haus der elektronischen Künste Basel

‹Journey-to-Mecca› in ‹Cantonale Berne/Jura› Kunsthaus Pasquart Biel/Bienne


Ein weiter Blick über die Wüste. Unten die Kaaba, am Horizont einige Berge. Mekka. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Der weit aufgespannte Innenraum der Moschee ist leer, kein Mensch ist zu sehen, nirgends. Das Areal um den tiefschwarzen Kubus leuchtet wie im Urzustand. Zwei Panoramen greifen rechts und links aus, wie Sehschlitze, und ein Zoom auf die Säulenhallen zeigt: auch sie sind leer. 
Fiktion in der Fiktion: ein Filmset südlich des Hohen Atlas aus dem Film ‹Le Grand Voyage d’Ibn Battuta› von Bruce Neibaur, der von einem muslimischen Forschungsreisenden des 14. Jahrhunderts und dessen Pilgerfahrten nach Mekka berichtet.

Alexandra Adler, Kuratorin der Ausstellung ‹The worlds they wanted› im HeK Haus der elektronischen Künste Basel, schrieb anlässlich der Ausstellungseröffnung: «Bei Bettina Grossenbacher überschneiden sich Welten. Ihre Arbeit zeigt eine Szenerie, die als Mekka erkennbar wird. Doch wirkt dieses Mekka seltsam leer: ein Gerüst stützt die brüchigen Bauten, kein Mensch ist zu sehen, unsere Vorstellung des mit Bedeutung aufgeladenen Ortes wird gebrochen und zu einem reinen Modell von Realität. Die Installation ist ein ausschnittartiges Abbild einer fiktiven Welt, die auf einen realen geografischen Ort verweist und diesen, ihn verändernd, dupliziert. In Ihren Werken thematisiert die Künstlerin die Möglichkeit von Orten und Objekten, Geschichten und (Welt-) Vorstellungen zu transportieren. Dabei prallt die Realität eines Ortes auf die Bedeutungen, die er in sich trägt, und auf das menschliche Bedürfnis, Wirklichkeit zu erfinden und abzubilden.»


Alexandra Adler, Kuratorin